Zur Vortragsreihe „Lebendiges Kirchenjahr“ stand kurz vor Beginn der Karwoche ein Nachmittag mit dem Thema „Leid und Mitleid“ auf dem Programm des Forum Fasanenhof.

Eingeladen wurde die angemeldete Gruppe zunächst in die Neuapostolische Kirche Mössingen. Andreas Ostheimer und Jochen Späth führten anhand des Stabat Mater in die Thematik ein.
Das Stabat mater dolorosa (lat. „Es stand die Mutter schmerzerfüllt“) ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt. Es ist als Aufruf zum Mitleiden zu verstehen.    
Entsprechend eingestimmt fuhren die knapp 30 Teilnehmer dann in Richtung Salmendingen. Bereits aus der Ferne konnte man den Kornbühl (886,4 m ü.NN.) mit der Kapelle - die eigentlich „St. Anna-Kapelle“ heißt - erkennen.
Zur Kapelle, die um 1500 erbaut wurde, führt ein 1886 angelegter Kreuzweg mit 14 Stationen. Sie zeigen in bildlichen und plastischen Darstellungen den Weg Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung (auf manchen Kreuzwegen gibt es eine 15. Station, die die Kreuzauffindung durch Helena, der Mutter Konstantins, zeigt). An den Stationen wurden die entsprechenden Bibelstellen gelesen, die die jeweilige Darstellung erklären soll. 
Obwohl wir bei sommerlichen Temperaturen losgefahren sind, waren die Wege zum Gipfel teilweise schneebedeckt und ziemlich mühsam zu besteigen, aber oben angekommen wurde man schon allein durch die Aussicht in die Umgebung belohnt.
Alles wirkt hier oben spektakulär - die frische Luft, der ewige Wind und die Vegetation aus Wacholderheiden -  ein Ort, an dem der Himmel die Erde berührt.
Verstärkt wird diese Stimmung durch die drei Holzkreuze nahe der Kapelle, die den Kalvarienberg ((lat. „Schädelstätte“) symbolisieren sollen.
Die Tür für die Karwoche ist geöffnet.