Über Paulus, den reisenden Apostel war am Samstagabend des 4.Juli 2009 so viel Interessantes zu hören, dass selbst am Ende der Veranstaltung nach 100 Minuten die ca. 50 Zuhörer immer noch gespannt den Beiträgen lauschten.


Zwei Höhepunkte waren die beiden Gesangs-Einlagen von Jens Paulus begleitet von Andreas Ostheimer am Flügel. Mit seiner vollen wohlklingenden Bariton-Stimme trug er aus Felix Mendelssohns „Paulus“ „Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid“ , am Schluss von Georg Friedrich Händel aus dem „Messias“ „The Trumpet shall sound“ ergreifend vor.







Sehr abwechslungsreich waren die Lesungen gestaltet:
Andreas Schäfer las aus der von Lukas verfassten Apostelgeschichte und Sonja Würtemberger die jeweils passenden Passagen aus den Briefen des Apostels Paulus.




Dazu lieferte Andreas Ostheimer in seinem Referat interessante Hintergrundinformationen. Es wurde deutlich, dass vor allem Paulus mit großen Engagement und Einsatz seines eigenen Lebens nicht nur die Ausbreitung des Christentums durch seine Missionsreisen persönlich vorantrieb, sondern auch das Evangelium sowohl den Juden als auch den Hellenisten und den Heidenchristen mit Feuereifer verkündete. Man kann ihn mit Recht als den ersten Theologen und Gründer des Christentums ansehen, da er die frühchristliche Kirche auch nach zahlreichen Auseinandersetzungen nach innen und außen mit verschiedensten Lehrmeinungen seiner Zeit entscheidend prägte.
Am Ende des von der Katholischen Kirche ausgerufenen Paulus-Jahres (vermutlich wurde Paulus im Jahre 8 oder 9n.Chr. geboren) passte dieser Abend gut zu den Jubiläen von Mendelssohn (Geburtstag vor 200 Jahren) und Händel (Todestag vor 250 Jahren), zwei Komponisten, die die christliche Botschaft musikalisch genial vertonten.