Unser Zweijähriges im Forum Fasanenhof am 18. Juli 2009
- eine Momentaufnahme am frühen Mittag


Bischof Eberhard Koch, einer der Vorsitzenden des Forum Fasanenhof e. V., hatte am Vormittag die Veranstaltung eröffnet. Maßgeblich für die Organisation und den Ablauf dieses Sommerfestes war der Ausschuss 6, Wirtschaft und Kommunikation, aber - alle, alle halfen mit. Wie überhaupt alles im Forum vom Einsatz der vielen ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder lebt, so auch dieses Fest. Das Wetter - ein Glück, dass niemand dran drehen kann: Es entsprach zwar dem diesjährigen sehr abwechslungsreichen Sommer in einer seiner schlechteren Facetten, weshalb vorsorglich die Cocktailbar im Foyer etabliert war. Aber zum Glück hatten sich die Regenmassen bereits am Freitagabend ergossen. Am Samstag ließ es sich schon wieder ganz gut  aushalten. Die Sonnenschirme über den Stehtischen auf der Terrasse hatte man zusammengerückt, so dass eine Art Zelt entstanden war. Im Foyer erwarteten den Besucher gleich am Eingang der verführerische Duft, der beim Backen von Waffeln entsteht und eine wunderbare Salatbar; außerdem, schon erwähnt, die Theke mit vitaminreichem Flüssigem, die warme Küche mit bunten Nudeln und Geschnetzeltem und - am frühen Mittag - eine beeindruckende Auswahl an Kuchen (vermutlich hätte sie jeden Wettstreit mit dem "Sacher" aufnehmen können). Drinnen saßen viele Besucher an den langen Tischen, man unterhielt sich und ganz offensichtlich gab es - die zufriedenen Gesichter verrieten es - kulinarisch nichts zu beanstanden. Blumenschmuck auf den Tischen wie überall im Forum, auf Schränken, Fensterbänken, wo man hinkam - Vasen, toll gestaltet, mit allem, was der Sommer zu bieten hat.

Die Kinder konnten basteln, draußen gab es eine Torwand; Schach, Mensch-ärgere-dich-nicht mit großen Figuren, einen  Boule-Wettkampf...und hinten, im Jugendbereich mit der besonderen Terrasse, eine, deren Bänke wie in einer Arena gestaltet sind, nur, dass es nicht in die Höhe, sondern in die Tiefe geht, hatten  einige einen ruhigen Platz zum Plauschen gefunden. Im oberen Geschoss ging es auch fröhlich zu. Trotz des Themas - "Wie eigentlich kommen Behinderte mit dem ganz normalen Alltag zurecht?", das den Nichtbehinderten sehr nachdenklich werden ließ. Es ist ungerecht (!) - wie gut geht es mir eigentlich und weiß ich das auch zu schätzen (?) - und wie fragil ist alles menschliche Leben und bin ich mir dessen eigentlich bewusst? Solche und ähnliche Gedanken drängten sich auf und das war auch gut so.  Oben gab es einen Behindertenparcours, z. B. konnte man mit einem Rollstuhl über ein "Wippbrett" fahren und vieles mehr. Zu bewundern war die Geschicklichkeit, mit der das geschah. Auch und gerade Nichtbehinderte hatten Gelegenheit, einen Rollstuhlführerschein zu erwerben. Informationsmaterial gab es und Fragen, die...so schnell nicht aus dem Kopf gingen - und auch das ist gut so. Was ist, wenn ich morgen nicht mehr sehen kann - kann ich Dinge am Geruch erkennen, kann ich sie ertasten...wie fühlt es sich an, mit dem Rollstuhl eine Bordsteinkante hochzufahren, um nur einen Teil davon zu nennen.

Ab 14 Uhr war Ponyreiten - nicht nur für Kinder - angesagt. Mit zwei sehr geduldigen Vertretern ihrer Art - jedenfalls schien es so - konnte man, gut begleitet von zweibeinigen Helfern - einen Ausritt in die wunderschöne Umgebung des Forums, wirklich ins Grüne in des Wortes wahrer Bedeutung, unternehmen. Nun ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber vermutlich schon manch Reitanfänger vom Vierbeiner. Aber auch da waren hilfreiche Zweibeiner zur Stelle, die zu viel Schwung beim Auf- und Abstieg bremsten und bei zu wenig nachhalfen.

Das weitere Programm des Nachmittags sah u. a. eine Jonglage, den Klassiker - Altarschmuck anfertigen - in einer knappen Stunde kann man dabei ganz  viel lernen -, eine Präsentation vom Ersten Europäischen Jugendtag in Düsseldorf Ende Mai 2009 vor mit dem Auftritt von Linda  mit dem Song dieses Events "Come to my Jesus..."vor.

Etwa 150 Gäste waren bis zum frühen Nachmittag gekommen. Als der Berichterstatter die Veranstaltung verließ, strömten die Besucher heran. Er erinnerte sich an die Gründungsversammlung des Vereins Forum Fasanenhof, lange, bevor das Forum tatsächlich entstanden ist. Wie der Name es ausdrückt, ein Marktplatz für die unterschiedlichsten Interessen, für alle, von Groß bis Klein sollte es werden.

Dieser Samstag im Juli aus Anlass des Zweijährigen lässt mehr als hoffen, dass das Projekt gelungen ist.

Ein großes "Danke" an alle, die durch ihren Einsatz auch in diesem Jahr wieder dafür gesorgt haben, dass das Jubiläum ein wunderschönes Fest wurde.