Bischof Bernd Dittus vom Vereinsvorstand konnte etwa ein Viertel der derzeit (Stand 01.10.09) 278 Vereinsmitglieder zur Mitgliederversammlung begrüßen.

Er dankte für die Unterstützung mit Zeit, Geld, Bewerbung des Hauses durch Mund-zu-Mund-Propaganda den Mitgliedern des Vereins; der Kirchenleitung und -verwaltung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland für die finanzielle und sonstige Hilfe und den Vorsitzenden und Mitgliedern der verschiedenen Ausschüsse des Vereins (70 Ausschussmitglieder und 40 -helfer) für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement. Vom Ausschuss für Wirtschaft und Kommunikation gab es "nichts Besonderes" zu berichten, und das, so Bernd Dittus, ist auch gut so. "Dieser Ausschuss sorgt dafür, dass alles ´rund´ läuft und das ist der Fall, denn sonst  wäre ja an der Stelle was erzählen."

Die drei Vorstandsmitglieder, die Bischöfe Bernd Dittus, Georg Kaltschmitt und Eberhard Koch, haben die Zuständigkeit für die Ausschüsse unter sich aufgeteilt. An diesem Abend übernahm es der jeweils Zuständige, über die Arbeit "seiner" Ausschüsse ein paar Worte zu sagen.

Bischof Dittus:

Ausschuss "Senioren"
Jeden 1. Do. im Monat, 14 Uhr, Treff  im FF; Computerkurse, Vorträge, Treffen zum Wandern, mal für weniger, mal für mehr Geübte, ein Bayr. Abend, Thema "Vom Korn zum Brot"...

Singles, darunter auch Alleinerziehende mit Kind(ern)
Ein gut besuchter monatlicher offener Treff; als Highlight "Das perfekte Single-Dinner", Tagesauflüge, Museumsbesuche, Wochenendreisen, ein besonderer Gottesdienst in Söllingen, eine große Adventsfeier...

Bischof Kaltschmitt:

Ausschuss "Mitten im Leben"
Glaubensgesprächskreis, Lebensthemen wie "Unerfüllter Kinderwunsch"...
Besonders freute sich G. Kaltschmitt, dass sich zwischenzeitlich die Gruppe der Behinderten und Benachteiligten im Ausschuss etabliert habe. "Auch sie mit ihrem Handicap gehören mitten ins Leben. Die Beschäftigung mit ihren speziellen Themen soll intensiviert werden."
So habe Apostel Jürgen Loy diese Gruppe besucht. Er möchte sich zu deren Anwalt machen, was bedrückt sie, was fehlt ihnen vielleicht in unserer Kirche, wurde J. Loy zitiert.
Nicht unerwähnt blieb auch der absolute Hit: Kurs "Blumenschmuck für den Altar" - immer ausgebucht und, so G. Kaltschmitt, ein erfreuliches, starkes Indiz dafür, dass die Geschwister, die sich um den Schmuck der Altäre kümmern, ihre Aufgabe immer noch besser erledigen wollen.

Ausschuss Kinder
Lebkuchenhausbauen, soziale Kompetenz erwerben, Themen wie "Kids und Knete", Laternenlauf...

Ausschuss Jugend
"Deren Andrang heute Abend ist wieder überwältigend", begann G. Kaltschmitt dieses Thema, das Alter des Publikums richtig einschätzend, und vergaß auch nicht, seine diesbezüglichen Sorgenfalten zu erwähnen. "Die Wirklichkeit sieht anders aus als wir das beim Entwurf unseres Konzepts im Kopf hatten". Tatsache ist, dass die Jugendlichen durch viele Aktivitäten in unserer Kirche in Anspruch genommen sind. "In dem bissele Freiheit möchte man halt auch mal was nicht Organisiertes tun." So sei es schwierig, Leute zu gewinnen, die konstant einen offenen Jugendtreff, wie er mal geplant war und zu Beginn auch bestand, zu leiten. In diesem Lebensalter kann man, bedingt durch Schule und Ausbildung, Job suchen und hoffentlich auch finden, nicht für lange Zeit im Voraus planen. "Und manchmal schlägt ja auch die Liebe zu. Wie wir uns erinnern, soll das auch was Schönes sein..."  Die Überlegungen gehen dahin, die Jugendarbeit wegen der altersbedingten Umbruchsphase an "allen Fronten" auf eine andere Basis zu stellen. Angedacht ist, dass die Jugendlichen einzelner Kirchenbezirke größere Events planen und organisieren, die dann für alle Jugendlichen offen sind. Es gilt, verteilt auf viele Schultern, die Jugend im FF zu etablieren.

Bischof Koch:

Ausschuss Kultur     
"Wie immer, die Kultur kommt ganz am Schluss...", hieß es zur Einleitung. Aber, es gilt last, but not least.
Vernissagen, Konzerte, Orgelfahrten (seit etwa 10 Jahren werden in neuapostolischen Kirchen verstärkt mechanische Orgeln gebaut, was auch fortgesetzt werden soll), Architektur; Vorträge, offene Singen, die das Bewusstsein schärfen sollen für das Kirchenjahr. Auch in der Neuapostolischen Kirche wird heute durch die Auswahl der der Wortverkündigung zugrunde gelegten Bibeltexte mehr das Kirchenjahr betont als früher; Wissenschaft und Glaube - eine Thematik, mit der besonders Jugendleiter angesprochen werden sollen; Musik: zu erwähnen eine Soiree mit Texten von Wilhelm Busch; ein Highlight - das Konzert mit Kammermusiksolisten aus Minsk, der Dirigentengesprächskreis, ein Vortrag über Apostel Paulus mit Lesungen und Musik..." Das zu organisieren, bedarf eines großen Aufwands, also, diese Angebote sollten besser genutzt werden", schloss E. Koch.

Petra Natterer (Ausschuss Organisation und Kommunikation) hatte die Bilanz des Jahrs 2008 erstellt und konnte Erfreuliches berichten.
Ausgegeben wurden 27 536 Euro: Das von der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland ausgewiesene und von ihr finanzierte Budget von 27 000 Euro wurde knapp überschritten. Zusätzlich gingen 10 235 Euro an Spenden ein. Dieses Geld wird - das wurde später auf Nachfrage aus dem Publikum noch ausführlicher erörtert - muss der Verein nicht für die "normalen" Kosten verwenden. Vielmehr konnten und können davon besondere Anschaffungen getätigt werden. Zum Beispiel wurden die nicht ganz billigen großen Sonnenschirme auf der Terrasse so finanziert. Dann geht auch mal was kaputt, Geschirr muss ersetzt werden. Es soll auch, so G. Kaltschmitt, die Akustik im "großen" Saal  verbessert werden. Ist der Saal voll, (hoffentlich) viele unterhalten sich, dann versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Das muss geändert werden.

P. Natterer bescheinigte dem Vorstand, gut gewirtschaftet zu haben und schlug dessen Entlastung vor. Aufkommende, ohnehin nicht ernst gemeinte, seitens des Vorstands erwogene Bonuszahlungen  wurden von ihr zur Freude des Publikums energisch zurückgewiesen "Ich habe Sie gelobt!" Das ist schon viel mehr als sonst im Schwäbischen zu erwarten ist, wo schließlich "net g`schimpft, genug gelobt ist".

Weiter ging es mit dem juristischen Part, den Jochen Haecker, auch vom Ausschuss für Organistion und Kommunikation, übernahm. Es ging um die Entlastung des Vorstands durch die Vereinsmitglieder. Sie erfolgte einstimmig. Ohne Gegenstimmen und auch ohne Enthaltungen, das konnte J. Haecker zu Protokoll nehmen.

Besondere Termine im 2. Halbjahr wurden noch angesprochen, alle enthalten in den aktuellen Forum News, und, das Jahr geht allmählich zu Ende, 2010 sollen  das Sommerfest am 17.07. und die Mitgliederversammlung voraussichtlich am 15.10. stattfinden.

Besonders gelobt wurden seitens des Vorstands noch der Einsatz eines in der Nähe des Forums wohnenden Helfers, der sich immer kümmert und immer Rat weiß, wenn schnell mal was Handwerkliches zu erledigen ist, und, natürlich, Chefin und Chef de cuisine, ein Ehepaar aus dem Kreis der Vereinsmitglieder, das auch an diesem Abend wie bei anderen Veranstaltungen maßgeblich dafür gesorgt hatte, dass beim anschließenden Imbiss im Foyer kein knurrender Magen den fröhlichen Gedankenaustausch stören konnte.