Ziel der Senioren war an diesem herrlichen Märztag das Grab des Keltenfürsten in Eberdingen-Hochdorf. 35 Teilnehmer versammelten sich erwartungsvoll vor dem Museum. 
Das Hochdorfer Grabmonument war und ist unter den frühkeltischen Fürstengräbern einzigartig und sensationell: Erstmalig war es möglich, ein unversehrtes Grab vollständig zu untersuchen.



Die beiden Museumsführerinnen vermittelten der Gruppe ein lebendiges Bild der Lebensweise unserer Altvorderen. Ein nachgebautes „Mehrfamilienhaus“, ein Vorratshaus mit Kellergrube sowie Werkstätten für Wolle- und Leinenerzeugnisse verschafften einen lebendigen Eindruck von der bemerkenwerten Kultur der Kelten.
Die sehr gut erhaltenen, orginalen Gebeine des mit 1,83 m großen Fürsten waren zu sehen. Im relativ hohen Alter von ca. 40 Jahren verstarb der Fürst, vermutlich eines natürlichen Todes.

Jetzt noch das Herzstück der Ausstellung:
Die reich ausgestattete Grabkammer, nachgebaut in orginalem Maßstab, war durch die Menge und dem Erhaltungszustand an Fundgegenständen sehr beeindruckend:
Der 4,50 m lange Wagen, vollständig mit Eisenteilen verziert, war vor 2500 Jahren gewiss eine große Herausforderung für die Kunstschmiede der damaligen Zeit.
Dann der riesige Kessel mit Löwen verziert, worin dem Fürsten über 400 Liter Honigmet auf seine Reise in das Jenseits mitgegeben worden waren.
Nicht zu vergessen die Schmuckgegenstände aus Gold und wertvollen Steinen, die dem Bestatteten angelegt waren. Herrlich gestaltete Tücher, in einer längst vergessenen Webtechnik hergestellt, und weitere beeindruckende Gegenstände haben sich zu einem bleibenden Eindruck der Kultur in unseren Breiten verdichtet.

Soviel Historie verlangte nach einem Ausgleich: In einer nahegelegenen Besenwirtschaft erholte sich die Besuchergruppe bei habhaften Speisen und erfrischenden Getränken aus der Region. Alles in Allem, ein sehr gelungener Nachmittag.