Durchaus doppeldeutig zu verstehen, das Motto des diesjährigen Sommerfestes im Forum Fasanenhof am Samstag, 17. Juli 2010. Was die Verpflegung anbetraf – gegrillte Wurst, Kornwestheimer Knacker (seitherige kulinarische Bildungslücken konnten gefüllt werden), Currywurst, Hot dog, Wurstsalat und auch in „Omas Erbsensuppe“, vorzüglich schmeckend, was schwamm da wohl drin?

Außerdem – eine Cocktailbar gleich draußen am Eingang mit  Kiwi-Saft, „Zitrone im Bad“ und „Alice“ (= Ananas, Orangensaft und Sahne) sorgte für einen vitaminreichen Empfang. Dass das Kuchenbuffet jedem Wiener Hoflieferanten Ehre gemacht hätte, die Salate in ihrer Vielfalt um die Wette „strahlten“, Süßes zum Dessert nicht fehlte, an der gut sortierten Getränkebar niemand verdursten musste, war fast schon selbstverständlich? – Nein, ist es nicht, denn viele, viele fleißige Hände waren am Werk gewesen, um das alles bis zum Festbeginn zu organisieren, zu produzieren, zu dekorieren und vor Ort am jeweiligen Buffet oder Stand zu präsentieren. Wie auch der gesamte Forumsbetrieb ohne alle dort ehrenamtlich für „ihre“ Begegnungsstätte Tätigen, überwiegend Mitglieder des Vereins Forum Fasanenhof e. V., der für die Organisation etc. zuständig ist,  nicht zu stemmen wäre. Deshalb an dieser Stelle ein ganz großes „Danke“.

Zur Doppeldeutigkeit des Mottos – auch um die Wurst ging es bei den zahlreich angebotenen Spielmöglichkeiten: Boule, Tischtennis, Kicker, Außenschach, Torwandschießen, Mohrenkopfschleuder und beim WM-Quiz, denn natürlich war an diesem Tag Mitte Juli immer noch der Weltmeisterschafts- Entzug zu verkraften. Wie ginge das besser, als im brain storming in zwei Gruppen gegeneinander noch einmal mit dem spätestens während der Fußball-WM erworbenen Wissen zu glänzen?

Auch an die Kinder war gedacht. Verschiedene Aktionen und Bastelmöglichkeiten wurden rege genutzt. Bei einem Jonglage-Workshop konnte man versuchen, diese besondere, das Kleinhirn fordernde Kunst zu erlernen. „Vielleicht nicht gleich das neu erworbene Wissen daheim mit dem Inhalt des Geschirrschranks erproben“, war dazu der gut gemeinte Rat von Bischof Bernd Dittus, Apostelbereich Stuttgart, einer der drei Vereinsvorstände, in seiner Begrüßungsansprache am frühen Vormittag. Er hieß alle herzlich willkommen, wünschte einen schönen Verlauf des Tages, damit einmal mehr das Forum seiner Bestimmung gerecht werde, nämlich eine generationenübergreifende Begegnungsstätte für Mitglieder und Freunde der Neuapostolischen Kirche zu sein.
Am Ende des Tages war angesichts des regen Besuchs von Groß und Klein und des fröhlichen Miteinanders dieser Wunsch gewiss in Erfüllung gegangen.

Und da so ein Vereinsvorstand auch immer an die Finanzen zu denken hat, vergaß B. Dittus  nicht, an den Hauptlieferanten der Festverpflegung (es ging um die Wurst!) zu denken, schwäbisch: „d´Sau“. „Sie wollen auch wieder gefüttert werden“, wies der Bischof auf die überall herumstehenden Spendensparschweine  hin, denn  im Forum Fasanenhof werden  Speis und Trank nicht verkauft. Ob der Hinweis gewirkt hat - das Resultat ist der Verfasserin nicht bekannt, aber bisher ist im Forum wirklich noch keine „Sau“ verhungert;).

Immer kommt sie zu kurz, die Kultur, aber ausdrücklich, last, but not least sei erwähnt: Nach den Begrüßungsworten des Bischofs wurden die Besucher mit einem sommerlichen Potpourri von Melodien, leicht und lebhaft am Flügel gespielt, musikalisch auf das Fest eingestimmt.