Am Freitag, 8.11.2013 wurde im Forum ein kultureller Abend mit nachdenklicher, aber auch amüsanter Unterhaltung geboten. Dass das Nachdenkliche das Komische bewusst überwog und einem manchmal das Lachen im Hals stecken blieb, lag an dem ernsten Thema.

Der Autor Andreas Schäfer hat für das FF die Theaterszene „Der große Heinrich“ geschrieben, in der dargestellt wird, was der Alkohol aus einem Menschen machen kann. Ein betrunkener Dichter schwankt in seinen Stimmungen ständig zwischen Suche nach Liebe, weinerlichem Selbstmitleid, Verzweiflung und aggressiven Beleidigungen.


Seine junge, hübsche Haushälterin möchte ihm helfen, sie ist auch einer Beziehung nicht abgeneigt, bleibt aber letztlich tragisch erfolglos. Wie Andreas Schäfer im anschließenden Gespräch betonte, hat er die Szene bewusst ohne irgendwelche moralisierende Belehrung und ohne Lösungsansatz geschrieben – eine realistische Darstellung menschlichen Verhaltens, die Betroffenheit hinterlässt. Die beiden jungen Schauspieler Juliane König und Silvester Keller überzeugten mit ihrer großen Darstellungskraft. Kompliment!


Andreas Schäfer bereitete einleitend die Stimmung vor durch einige ausgesuchte und gekonnt vorgetragene Gedichte. Neben ernsten, besinnlichen rezitierte er auch einige amüsante und witzige, die zum Teil aus seiner eigenen Feder stammen.


Die musikalische Seite des Abends steuerte ein Trio mit Renate Dasch (Saxofon), Helmut Dasch (Kontrabass) und Christian Tesch (Klavier) bei. Sie spielten – passend zum vielseitigen Abend – eine Mischung von eher lyrischen Balladen bis zum jazzigen“ Sunrise“. Zum Schluss der Veranstaltung standen A. Schäfer, seine Schauspieler sowie Mitglieder vom Ausschuss „Mitten im Leben“ noch Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.


Dass zu einem gelungenen, kulturell so vielseitigen Abend auch noch reichlich kulinarische Genüsse angeboten wurden, sei nicht nur am Rande erwähnt.

Vielen Dank an Alle!