Wie beweglich sind noch unsere kleinen "grauen" Zellen - letzter Workshop der dreiteiligen Veranstaltungsreihe

"Zu einem freudigen Anlass die richtigen Kartengrüße zu formulieren, fällt relativ leicht - aber wenn es um Kondolenzkarten geht ..."  Wer dabei nicht nur eine förmliche Pflicht erfüllen will, der muss sich schon eingehender mit dem Adressaten und dem Verstorbenen befassen, damit die richtigen Worte gefunden werden. Sind doch Grüße Ausdruck der Wertschätzung des Empfängers und Spiegel der Persönlichkeit des Absenders."

Diese Gedanken stellte die Leiterin des Workshops,
Gerlinde Kleemann, pensionierte Lehrerin, an den Beginn.

Ein schriftlicher Gruß, in einer Zeit, in der telefoniert, gefaxt, eine SMS oder eine E-Mail geschickt werden kann? - uneingeschränktes "ja" als Antwort, denn er erzeugt ein nachhaltigeres Echo, so G. Kleemann.

Bei Kondolenzkarten stellt sich schon bei der Auswahl die schwer zu beantwortende Frage "Wie bringe ich mein Mitgefühl, mein Mittrauern angemessen zum Ausdruck?".

Es wurden viele Textvarianten für die persönlich verfasste Trauerkarte vorgestellt und kommentiert. Die passende Auswahl eines schon vorgedruckten Textes auf einer Trauerkarte kann einen guten Einstieg in persönliche, selbst formulierte Worte erleichtern. Trostworte als Ausdruck der eigenen christlichen Hoffnung werden nach der Erfahrung der Referentin und der Kursteilnehmer auch von "Nichtgläubigen" als solche empfunden.

Der Workshop wurde als Bereicherung und wertvolle Hilfestellung von den Teilnehmern erlebt und eine Wiederholung im kommenden Jahr angeregt.