Die etwa 30 Besucher konnten sich der besonderen Stimmung an der Gedenkstätte Grafeneck nicht entziehen. Unerbittlich traten die damaligen Geschehnisse in das Bewusstsein, machten betroffen und beschämt. Ein derart menschenverachtendes, mit ausgeklügelter Organisation erfolgtes „Morden“ auf deutschem Boden, im pietistisch geprägten Süden Deutschlands, eindringlich vor Augen gestellt – löst übermächtige Trauer aus.






Was ist damals geschehen? 10600 Menschen, in der Regel mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung wurden hier ermordet. Heute ist die Gedenkstätte Grafeneck Erinnerungs- und Mahnstätte für die Opfer der „Euthanasie“ – Verbrechen in Südwestdeutschland.

Einfühlsam, durch Hermann Müller, Bez.Ev.i.R. auf die Besonderheiten der damaligen Vorkommnisse aufmerksam gemacht, hat ein spontan gebildeter Chor mit dem Lied: „Meine Heimat ist dort in der Höh’“ liebende Gedanken auf die Reise geschickt.