| "Entschlafenenwesen" Vortrag von Bodo Iloff (25.10.2008) |
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| Geschrieben von: Isolde Frank | ||||
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Ewiges Leben - Entschlafenenwesen
Am Anfang und Ende des Vortrags standen Gebete, die, ebenso wie der Vortrag, auf den besonderen Gottesdienst am 2.11.08 einstimmten. Man kann sagen, inzwischen Tradition, dass der Ausschuss "Mitten im Leben" des Vereins "Forum Fasanenhof" jeweils vor den drei Sonntagen im Jahr, an denen in den neuapostolischen Kirchengemeinden in besonderer Weise entschlafener Seelen gedacht wird, Vorträge, Besichtigungen etc. organisiert, um das Bewusstsein für das, worum es bei diesen besonderen Gottesdiensten geht, zu schärfen. "Der Mensch lebet und bestehet nur eine kleine Zeit..." (M. Claudius) und "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben" (Off 14,13) waren die Texte, die den Vertonungen von H. G. Nägeli, L. Spohr und F. Mendelssohn-Bartholdy (Männerchorsatz 58, 72 und 143) zugrunde liegen. Ein Bläserensemble umrahmte damit musikalisch die Veranstaltung. "Unser Wissen über die jenseitige Welt ist sehr begrenzt. Spekulationen sollten wir vermeiden. Wir orientieren uns am Evangelium Christi", zitierte der Referent eine Abhandlung zum Thema "Fragen zum Jenseitsglauben" von Stammapostel und Kirchenpräsidenten Dr. W. Leber. Das Evangelium Christi sah Bodo Iloff in seinem Vortrag nicht nur aus den vier Büchern der Evangelisten im Neuen Testament bestehend. Vielmehr ist nach Auffassung des Referenten darunter der gesamte Erlösungsgedanke zu sehen, der durch Christi Opfer gläubigen Menschen zugänglich gemacht wurde. "Wer nicht an eine Auferstehung glaubt, kann im Grunde genommen kein Christ sein", wurde deutlich betont. Mit vielen Zitaten sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neuen Testament wurde im Folgenden diese Auffassung belegt. Bekanntes und weniger Bekanntes wurde zitiert. "Es geht hier nicht um Logik, denn das ist Verstandessache eines stringenten Denkens, sondern darum, dass die Lehre der Neuapostolischen Kirche zum Entschlafenenwesen schlüssig ist und mit der Heiligen Schrift übereinstimmt", so das Statement des Vortragenden. Zur Praxis in der Neuapostolischen Kirche bei Gottesdiensten für Entschlafene hieß es " Für Unerlöste in diesen besonderen Gottesdiensten zu beten, ist deshalb ein Anliegen, weil auch sie durch Sündenvergebung, Wiedergeburt und den Genuss des Heiligen Abendmahls, so wie es für die Lebenden in der Neuapostolischen Kirche praktiziert wird, Erlösung finden und bei der Wiederkunft Christi in Gnaden angenommen werden sollen. Dabei ist es für neuapostolische Christen unerschütterlicher Glaube, dass nur über Apostel das Heil den unerlösten Seelen im Jenseits zugänglich gemacht werden kann". Aus diesem Grund spenden bei den Gottesdiensten für Entschlafene Apostel Heil verlangenden Seelen Verstorbener je nach deren Glauben die Sakramente unserer Kirche, Taufe, Versiegelung, und allen das Abendmahl. Und, was die "gewöhnlichen" Gottesdienste an diesem Tag in den neuapostolischen Kirchengemeinden anbetrifft, in denen kein Apostel wirkt: Sie sollen suchenden Seelen aus dem Jenseits den Zugang zu den heilsnotwendigen Sakramenten ermöglichen, indem Unerlöste sich eingeladen und willkommen fühlen, in der Gemeinschaft vorbehaltlos aufgenommen werden, sich nicht (vor-) verurteilt und ausgegrenzt vorkommen.
Ja, ziemlich "große Schuhe" zum Anziehen waren es, die uns in diesem ca. zweistündigen Vortrag für den kommenden Gottesdienst am 2. 11. 08 wie auch für unser Christ sein in neuapostolischen Kirchengemeinden gezeigt wurden. B. Iloff stand anschließend noch für Fragen zum und im Zusammenhang mit seinem Vortrag zur Verfügung. Er hat in Aussicht gestellt, zu zwei weiteren Punkten des neuapostolischen Entschlafenenwesens am 28.02.09 im Forum Fasanenhof vorzutragen: "Heiliges Abendmahl sonntäglich für Entschlafene" und "Zielsetzung der Hilfe für Entschlafene" sind die Punkte, die dann thematisiert werden sollen. Ob der große Saal im Forum dann nicht mal voll werden könnte?
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